Projekt "Haus der Gemeinde"
Hintergrund & Historie
Am 15. September 2017 erwarb die Bürgergemeinde die Liegenschaft «Dorfstrasse 70» von der Raiffeisenbank. Das Gebäude, an verkehrstechnisch idealer Lage, sollte kein Spekulationsobjekt werden. Vielmehr erhoffte die Bürgergemeinde, mit diesem Kauf die Basis zu legen für einen längerfristigen Weiterbetrieb des Volg-Ladens mit der Postagentur wie auch des Bancomaten, zum Nutzen einer breiten Dorfbevölkerung. Aufgrund des durch den Wegzug der Raiffeisenbank leergewordenen Obergeschosses wurde damals mit der Einwohnergemeinde mündlich vereinbart, einen Umzug der Verwaltung an die Dorfstrasse in Angriff zu nehmen.
Aufgrund der aktuellen Platzierung der Einwohnergemeindeverwaltung in einem Schulgebäude, mitten auf dem Schulareal, zeigten sich bereits 2017 Synergien: Einerseits zur Entflechtung von Verwaltung und Schulareal als auch der stark gestiegene Raumbedarf der Primarschule. Eine Rückführung des aktuellen Verwaltungsstandortes im PS1 (Primarschulhaus 1) in den Schulbetrieb würde die knappe Raumsituation massgeblich entlasten.
In den vergangenen Jahren hat die Bürgergemeinde basierend auf dem Raumprogramm der Einwohnergemeinde mehrere Projekte entwickelt. Dem anfängliche Raumbedarf der Einwohnergemeindeverwaltung, welcher dem aktuellen Platz im PS1 entspricht (ca. 427m2), wurde 2021 mittels eines Projektes mit Ausbau des Daches Rechnung getragen.
Thematiken wir Parkplätze wurden gemeinsam mit der Einwohnergemeinde bereits gelöst, als dass die Parkplätze der Verwaltungsmitarbeiter, wie jetzt auch schon, bei den Einwohnergemeindeparkplätzen entlang des Chäsiweges zu liegen kommen. Die somit ausschliesslich für Kunden und Gäste benötigten Parkplätze sowohl des Volgs als auch der Verwaltung können mittels den, sich um das Gebäude herum befindlichen Parkplätze abgedeckt werden. Ebenfalls wurde seitens des Kantons Solothurns der Bürgergemeinde bestätigt, dass die Parkplätze entlang der Hauptstrasse bis auf einen bestehen bleiben, sollte die Dorfstrasse dereinst saniert werden.
Planungs-Grundwerte
Das Konzept des «Haus der Gemeinde» basiert auf folgenden Grundwerten.
Der Kern des Konzeptes spielt dabei das bis ins Dachgeschoss gezogene Treppenhaus inkl. Lift, welches alle drei Stockwerke der Einwohnergemeinde unabhängig erschliesst, was einen ungestörten Schalterbetrieb im 1. OG, das konzentrierte Arbeiten im 2. OG und auch die Nutzung des Dachgeschosses (aktuelle Nutzung noch nicht definiert) sicherstellt.
Projekt "Haus der Gemeinde"
Im Frühjahr 2025 hat der Bürgerrat einen weiteren Anlauf unternommen, die Einwohnergemeinde von den einem Umzug und deren positiven Aspekten für beide Seiten zu überzeugen. Schnell hat sich gezeigt, dass der Raumbedarf der Verwaltung sich verändert hat: Wurden 2021 total 7 Arbeitsplätze benötigt sind es nun deren 13 - 14 inklusive Lehrlings- und Technischer Dienst-Arbeitsplätze. Die Bürgergemeinde hat gemeinsam mit dem Architekturbüro Schenker innerhalb 5 Monaten ein von Grund auf neues Projekt erarbeitet, welches sämtlichen Bedürfnissen der Einwohnergemeinde sowie deren Verwaltung Rechnung trägt: Das «Haus der Gemeinde»
Meinungsumfrage
Im Zeitraum Oktober bis Dezember 2025, in welchem das Projekt "Haus der Gemeinde" auch in der Dorfzytig vorgestellt wurde, wurde auf der Website hier eine freiwillige Umfrage durchgeführt. Dabei hat ergeben, dass:
- 91% (51 Pers.) der Abstimmenden das Projekt für geeignet halten und FÜR einen Umzug der Einwohnergemeindeverwaltung in die Liegenschaft Dorfstrasse 70 sind
- 9% (5 Pers.) der Abstimmenden das Projekt für nicht geeignet halten für eine Platzierung der Gemeindeverwaltung an der Dorfstrasse 70
Wir bedanken und bei allen Teilnehmern der Umfrage.
Flächen / Innenausbau
Die Arbeitsflächen sind flexibel und modular vorgesehen: So können entweder diskrete Einzel-/Doppelbüros oder aber auch Gruppenbüros erstellt werden. Selbstverständlich ist auch eine hybride Form durch einen Mix beider möglich. Ebenfalls, wie von der der Einwohnergemeinde gewünscht, sind WC-Anlagen, Aufenthaltsraum, grosses und kleines Sitzungszimmer als auch ein diskreter Schalter für die Laufkundschaft im Konzept enthalten. Der Wartebereich ist so gestaltet, dass bei diskreten Angelegenheiten auch das kleine Sitzungszimmer genutzt werden kann.
Gesamthaft verfügt das «Haus der Gemeinde» über ca. 480m2 (Gemeindeverwaltung im PS1: ca. 427m2), die Ausbaufähigkeit eine Fläche bis 606m2 zur weiteren Nutzung zulässt.
Statisch, arbeitsergonomisch (u.A. Bürogrösse gemäss Arbeitsgesetz), brandschutztechnisch, gleichstellungs-gerecht als auch auf eine ganze Reihe weiterer Vorgaben und Richtlinien wurden das Konzept positiv vorgeprüft.
Architektonische Würdigung
Auch architektonisch wurde dem Dorfbild Rechnung getragen. Der geplante modulare Holzaufbau soll an die bestehende Dorfstruktur angegliedert werden. Selbstverständlich trägt das «Haus der Gemeinde» den ortsbaulichen Anforderungen vollumfänglich Rechnung.
Weiteres Vorgehen & aktueller Stand
Bei der Finanzierung bietet die Bürgergemeinde Hand zu mehreren Ansätzen: Von einer Miete bis hin zu einem Miet-Kauf als auch die Laufzeit ist Basis von Verhandlungen. Eine Überführung des Gebäudes langfristig in das Eigentum der Einwohnergemeinde entspräche ganz dem Ansatz von 2017, als die Bürgergemeinde das Gebäude aufgrund der damaligen, fehlenden Liquidität der Einwohnergemeinde, gekauft hat mit dem Versprechen, die Verwaltung an die Dorfstrasse zu verlegen.
Im Frühjahr 2026 hat der Einwohnergemeinderat der Bürgergemeinde kommuniziert, dass das "Haus der Gemeinde" bei der Verwaltungs-Standortevaluation eine von 3 verbleibenden Varianten ist. Anschlussgespräche für Kostenschätzungen, etc. sind für Februar / März geplant.
Die Einwohnergemeinde wird, gemäss Information des Gemeindepräsidenten an der Bürgergemeindeversammlung vom 11. Dezember 2025, im Frühjahr 2026 im Rahmen einer ausserordentlichen Einwohnergemeindeversammlung dem Souverän die Varianten vorstellen.
